SFB 1369 Cultures of vigilance
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Indigene Gäste aus Amazonien zu Besuch in München

Series of events organised by Project A10

14.06.2026 – 23.06.2026

Vom 14. Juni bis zum 23. Juni 2026 sind vier indigene Umweltwächter:innen aus Ecuador und Peru Gäste des Teilprojekts A10 „Jaguar, Drohne, Mensch: Indigene Wachsamkeit in Amazonien“. Sie nehmen an mehreren Veranstaltungen teil, die in Kooperation mit der LMU und verschiedenen Institutionen in München durchgeführt werden.
Die vier Frauen und Männer blicken auf jahrelange Erfahrungen im Umweltmonitoring zurück und setzen sich an unterschiedlichen Orten für den Erhalt des Amazonasgebiets sowie den Schutz indigener Territorien ein. Weitere Informationen zu den Gästen finden Sie unten.
Während Ihres Aufenthaltes finden drei öffentliche Veranstaltungen statt, zu denen Sie herzlich eingeladen sind. Alle Informationen finden Sie in der untenstehenden Übersicht.
Darüber hinaus werden uns die Gäste im Rahmen von Schulveranstaltungen, Seminarsitzungen mit Studierenden der Interkulturellen Kommunikation sowie eines internen Workshops zu Dekolonialität Einblicke in ihre Arbeit und Lebensrealität geben.

Öffentliche Veranstaltungen

Menschen – Umwelt – Wissen: Umweltmonitoring in Amazonien

Moderierter Gesprächsabend mit vier indigenen Umweltwächter:innen aus Ecuador und Peru
Mittwoch, 17.06.2026, 18:00 – 20:00 Uhr | Seidlvilla (Nikolaiplatz 1b, 80802 München)
Weitere Informationen

Indigenes Umweltmonitoring in Amazonien: Praktiken, Wissen und globale Verantwortung

Internationale Tagung mit vier indigenen Umweltwächter:innen sowie Dr. Jenny García Ruales (Universität Erfurt) und Dr. Volker von Bremen (München)
Donnerstag, 18.06.2026, 16:30 Uhr – 19:30 Uhr | Museum Fünf Kontinente (Maximilianstraße 42, 80538 München)
Weitere Informationen

Verflochtenes Wissen: Interkulturelle Perspektiven auf Biodiversität und Umweltmonitoring Zwischen wissenschaftlicher Arbeit, gelebter Praxis und Publikum

Performativer Workshop im Rahmen der Ausstellung „Diversität der Biodiversität“ von Ludwig, Max & U
Freitag, 19.06.2026, 14:00 Uhr – 16:00 Uhr | LMU-Hauptgebäude (F107 & Thomas-Mann-Halle, 80539 München)

Weitere Termine

  • Besuch einer 10. Klasse des Erasmus-Grasser-Gymnasiums, Sendling
  • Besuch der Grundschule Parksiedlung, Oberschleißheim
  • Austausch mit Surfrider Foundation zu Citizen Science und Umweltmonitoring
  • Workshop „Indigene Perspektiven auf Dekolonialität“, LMU München
  • Austausch im Rahmen des Seminars „Die interkulturelle Aushandlung von Mensch-Umwelt-Beziehungen“ des Instituts für Interkulturelle Kommunikation, LMU München

Vorstellung der Gäste

Rudi Karina Chumpi Chumape (Shuar) ist regionale Umweltwächterin des Verbands der indigenen Völker des ecuadorianischen Amazonasgebiets (CONFENIAE). Sie ist die erste weibliche Umweltwächterin der Shuar, wurde in der Verwendung von Drohnen, GPS und ArcGis geschult und nahm am internationalen Programm „Todos los Ojos en la Amazonia“ (TOA, „All Eyes on the Amazon“) teil. Heute bietet sie selbst Kurse für Jugendliche an und engagiert sich für den Schutz ihres Territoriums.
Marlene Piñarreal Serrano (Machiguenga) ist ausgebildete Umweltwächterin im unteren Urubamba-Tal (Departamento Cusco, Peru) und hat viele Jahre die Gasausbeutung in Camisea überwacht. Sie arbeitete als Abgeordnete für den Distrikt Megantoni und hat heute eine Führungsposition innerhalb ihrer Gemeinde inne. Sie engagiert sich als Vorsitzende im Verband der Kakaoproduzent:innen sowie der Handwerkskunst.
Luis Miguel Tayori Kendero (Harakbut) ist ehemaliger Leiter des Überwachungs- und Kontrollsystems des Kommunalreservats Amarakaeri im Departmento Madre de Dios (Peru). Er hat zahlreiche Ausbildungskurse zur Nutzung von Überwachungstechnologien geleitet und u.a. am internationalen Programm „Todos los Ojos en la Amazonia“ (TOA, „All Eyes on the Amazon“) teilgenommen. Er ist Autor des Buches Indicadores Climáticos y Fenológicos del Pueblo Harakbut (Klimatische und phänologische Indikatoren der Harakbut) (2018).
José Andrés Vargas Moya (Shuar) ist Koordinator des Schutzwaldes Arutam (Bosque y Vegetación Protector Arutam – BVPA) und zuständig für die Territorialüberwachung mehrerer Shuar-Gemeinden. Er ist Leiter der Abteilung „Territorium“ der regionalen Shuar-Organisation FENASH-P und Vorsitzender des Komitees für die gemeinsame Verwaltung von Schutzwäldern in Ecuador. Er bietet Aufenthalte für Volontäre innerhalb seiner Shuar-Gemeinde an.